Der Brennernordzulauf ist wieder Thema im Bundestagsverkehrsausschuss, diesmal im Rahmen der parlamentarischen Befassung.
Weiterhin wird mit einem Bemessungsfall von 400 Zügen pro Tag gerechnet, da das BMV rechtswidrig immer noch nicht die Bedarfsplanüberprüfung fertiggestellt hat. Die Kosten für spätere Umplanungen werden dann vollkommen überraschend dazukommen. Die verkehrliche Aufgabenstellung beruht weiterhin auf Maximalanforderungen für Steigungen und Geschwindigkeit. Die Aufforderung des Eisenbahnbundesamts, für die Teilstrecke Grafing-Trudering auch die Grenzwerte der 16. BImSchV anzuwenden wurde erst gar nicht erwähnt, da die DB dies als nicht geschuldet ansieht.
Obwohl das Lärmmonitoring in Rosenheim das Gegenteil beweist, wird weiter behauptet, es seien nur 15 Trassen frei. So verkehrten in Rosenheim an vier aufeinanderfolgenden Tagen im Juni jeweils mehr als 320 Züge, am 7. Juli 2026 waren es dann 352.
16 Milliarden für einen BNZ basierend auf einer beliebig gewählte Bemessungszahl welche nur geringfügig über aktuell möglichen Zugzahlen liegt? Damit 120km/h Güterzüge eine Strecke blockieren, welche bis zu 230km/h zulässt, oder die Güterzüge fahren durch Rosenheim und die Personenzüge drumherum. Aber solange Medien nur auf Fackeln oder Fischteichbesitzer fokussieren statt die grundlegenden Fragen zu bearbeiten, und solange die Entscheidungsträger für ihre Fehlentscheidungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, solange wird sich hier nichts ändern.
https://dserver.bundestag.de/btd/21/071/2107165.pdf