Brennernordzulauf vor dem Aus

Laut „Tiroler Tageszeitung“ lehnt die bayerische Landesregierung die von der Deutschen Bahn festgelegte Trasse für den Brennernordzulauf ab. CSU und Freie Wähler verlangen zusätzliche Tunnelabschnitte, mehr Lärmschutz und einen stärkeren Schutz der Landschaft.

Die Kosten stiegen durch die zusätzlichen Maßnahmen auf 15 Milliarden. Oder 17 Elbphilharmonien. Das Ganze für eine verkorkste Planung – Güterzüge könnten sich entweder eine Strecke mit 230km/h schnellen ICEs teilen, oder weiter durch Rosenheim rumpeln. Dazu hohe Risiken, z.B. einer unterirdischen Verknüpfungsstelle. Und einem negativen Nutzen-Kosten-Verhältnis.

Die ursprünglich für das Frühjahr geplante Befassung des Bundestags über das bis zu 15 Milliarden Euro teure Projekt wurde abgesagt.

Wenn es keine Einigung beim Brennernordzulauf gibt, wird man die begrenzten Bundesmittel anderweitig einsetzen, während CSU und Freie Wähler maximal-konservativ de facto den Neubau blockieren und sich als Retter der Anwohner fühlen dürfen. Wieder einmal, denn die Unterstützung der Petition 96263 und den Forderungen im Verkehrsausschuss (Video) gingen in dieselbe Richtung.

Kein Gewinnerthema. Zumindest bis die Österreicher die Brennerautobahn renovieren und der LKW-Stau Bayern lahmlegt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert