Alternative Gütertrasse entlang A99

Dem Stadtrat wurde gestern vom 2. Bürgermeister, Herrn Pretzl (CSU), vorgeschlagen, eine Güterbahntrasse entlang der A99 als Alternative zur DTK und zum vierspurigen Ausbau Daglfing-Johanneskirchen untersuchen zu lassen.

https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/5755915.pdf

Die Grundidee, den Transit-SGV aus München fernzuhalten ist natürlich lobenswert, wenn auch nicht neu. Fast dieselbe Idee wurde schon 2014 von den Grünen/Rosa Liste vorgeschlagen:

https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris_antrag_detail.jsp?risid=3404626

Kommentar:

Ohne konkrete Pläne handelt es sich wohl eher um ein Wahlkampfmanöver als um einen ernsthaften Vorschlag.

Es würden in Bogenhausen weder die Lärmprobleme durch die verbleibenden Güterzüge noch die Querungsprobleme gelöst, dafür würden viele solche Probleme an anderer Stelle neu geschaffen.

Die Planung und der Bau einer solchen Trasse würde viel länger dauern als die DTK und die Untertunnelung der Strecke Daglfing-Johanneskirchen zusammen, u.a. müsste die Isar überquert werden und zahlreiche Brücken über die Autobahn verlängert werden damit auch noch zwei Gleise durchpassen.

Die Ko-Finanzierung durch den Bund (vordringlicher Bedarf) wäre gefährdet.

Das Hauptargument gegen dern Vorschlag ist jedoch, dass der Bund für den Güterverkehr zuständig ist, und man sich dort ja schon anders entschieden hat. Dies bedeutet man fordert etwas, wofür man nicht zuständig ist und was sicher nicht kommen wird.

Weitere Argumente finden sich auf Seite 14-16 in der Stellungnahme des Referats für Stadtplanung zum Vorschlag der Grünen/Rosa Liste:

https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/4074521.pdf

Siehe auch:

http://maps.muenchen.de/plan/schutzgebiete

Ein Kommentar zu “Alternative Gütertrasse entlang A99”

  1. Der Kommentar oben geht voll am Lösungsansatz vorbei. Der Lösungsansatz besteht darin, dass die Durchgangsgüterzügen in lärmgedämmten Trogbrücken a la Umfahrung Innsbruck genauso an München vorbeigeführt werden, wie es mit den LKWs schon seit über drei Jahrzehnten passiert.

    Die Ausführungen des Planungsreferats zum Antrag der StR-GRÜNEN lesen sich heute nur noch als peinlich verharmlosend, weil erst 2019 die Tragweite des Brennerbasistunnels in München erkannt wurde. Übrigens dank der Bürgerinitiativen!

    Der Ansatz von Bgm. Pretzl und des Bezirksausschusses 15 Trudering-Riem wurde am 18.3.2020 vom Stadtrat übernommen – von wegen Wahlkampfmanöver!

    Im Übrigen würden natürlich die Anwohner zwischen Daglfing und Moosach davon profitieren, wenn nur noch die wenigen münchen-orientierten Gütterzüge den Nordring benutzen würden.

    Themenlink: https://www.muenchen.info/ba/15/themen/verkehr/Bahn/index.html
    Dr. Kronawitter, Mitglied im BA15 (CSU)

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