Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) teilte mit, dass das BMV die BNZ-Planungsunterlagen der DB zusammen mit einem ministeriellen Bericht und einer Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamts zeitnah an den Bundestag übermitteln werde. Die DB ergänzt auf Ihrer Webseite, dass eine Bewertung der 119 Kernforderungen aus der Region beigefügt sei.
Zur Erinnerung:
Nach den Planungen der Bahn führt der neue Brennernordzulauf nicht durch Pfaffenhofen, nicht durch Langenpfunzen und auch nicht durch Rosenheim. Nach der Innbrücke würde sie unterirdisch unter Innleiten verlaufen.
Doch den CDU/CSU-Granden war dieser Traum immer noch nicht schön genug – die Brücke über den Inn solle weg, ein Tunnel müsse her. Friedrich Merz, Volker Dobrindt, Ulrich Lange, Daniela Ludwig, alle sind dafür. Am schönsten lautmalerte Otto Lederer, Landrat in Rosenheim, in dem er über Tunnelknalleffekt und Amphitheater-Effekt referierte.
3 Milliarden extra? Kein Problem, die CSU setzt es auf Bundesebene durch, das Bundesland mit dem Extrapunsch für Sonderwünsche! Ernsthaft?
Im München wohnen tausende von Anwohnern direkt an der Verlängerung dieser Strecke. Hier kommt der Verkehr von Bestandsstrecke und Neubaustrecke zusammen, und ein weiterer transeuropäischer Korridor mündet ein. Eine Untertunnelung würde hier nur die Hälfte kosten.
Als Lars Klingbeil sich gegen eine Bahnlinie durch seinen Wahlkreis aussprach gab es wenigstens noch einigen Widerspruch in der SPD.